Schulprogramm

Schulprogramm der
Grund- und Oberschule Groß Köris
Beschluss der Schulkonferenz
der Grund- und Oberschule Groß Köris
vom 06.11.2007
(Beschluss 6.07/08)

 

 

1. Wir und unsere Schule
Die Grund- und Oberschule Groß Köris hat in unserer Schullandschaft eine ganz besondere Bedeutung. Sie ist in der Kombination aus Grundschulteil- und Sekundarbereich eine der letzten in dieser Form existierenden Einrichtungen im Schulamtsbereich Wünsdorf.
 

Diese Besonderheit nutzen wir gezielt im Interesse aller unserer Schülerinnen und Schüler zur Entwicklung und Förderung eines respektvollen, toleranten und unterstützenden Miteinanders von Klassenstufe 1 bis 10.Auch in den Schulgremien beeinflusst diese Struktur die Ideenfindung, Planung und Umsetzung aller gemeinsamen Höhepunkte im Schuljahr.

Die unterstützende Arbeit fördern wir aber nicht nur zwischen Grund- und Oberschülern. Unsere Schule blickt auf über 10 Jahre erfolgreiche Arbeit bei der Integration von lern- und verhaltensbeeinträchtigten Schülern zurück. Auch Kinder und Jugendliche mit geistigen Beeinträchtigungen werden in unseren Unterricht integriert und erleben mit allen gemeinsam den Schulalltag. Für alle, die an unserer Schule lernen und arbeiten, hat gerade dieses „Anders-Sein“ positive und anregende Folgen, da von Anfang an die Unterschiedlichkeit zwischen den Schülern akzeptiert und berücksichtigt wird. 

 

Zur Umsetzung unseres Integrationskonzeptes arbeiten wir eng mit sonderpädagogischen Lern- und Beratungsstellen zusammen und berücksichtigen die geltenden Förderrichtlinien des Landes. Unsere Schule könnte man auch als „Schule der kurzen Wege“ bezeichnen. Im Allgemeinen kennt jeder Schüler jeden Lehrer und umgekehrt, so dass rasch eine persönliche Beziehung aufgebaut wird und auch die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule schnell und unkompliziert funktioniert. Gerade für unsere Jüngsten oder auch für die Siebenklässler ist unsere Schule damit fast von Beginn an eine vertraute, angstfreie Leben- und Erfahrungswelt.

 

3. Lern- und Unterrichtsarbeit
Unser Leitbild „Faustlos“ findet sich in unterschiedlich ausgeprägter Intensität in jeder Unterrichtsstunde wieder. Dies betrifft sowohl die Lernarbeit in unseren Grundschulklassen als auch die Arbeit im Sekundarbereich. Es wurde eine verbindliche Zielsetzung innerhalb der einzelnen Fachbereiche erarbeitet. Bezogen auf die Erfahrungswelt der Schüler muss die didaktische Umsetzung in jedem Schuljahr den Klassenbedingungen entsprechend angepasst und überarbeitet werden. Im Folgenden sind die wichtigsten fachspezifischen Schwerpunkte zusammengetragen.

 

3.1  Fachbereich Grundschule (Kl. 1-4)

  • Freude und Interesse an Gesprächen (Sprechen und Zuhören) fördern
  • Lesen und Schreiben erlernen und als weiteres Kommunikationsmittel erkennen
  • Grundkenntnisse zu Zahlen, Formen, Größen und Mengen erlangen
  • Zusammenleben in einer Gemeinschaft erlernen (Demokratieverständnis)
  • in den Unterricht wird das Programm „Faustlos“ einbezogen
  • Lernstandsanalysen durchführen und auch für Kinder transparent machen
  • Lesenacht / Lesewettstreit
  • Erarbeiten des Programms zur Einschulung
  • Begegnung mit fremden Sprachen
  • Freude am Darstellen und Bewegen fördern

3.2  Fachbereich Grundschule (Kl. 5/6)
  • Binnendifferenzierung im Fachunterricht
  • Gruppen- und Partnerarbeit verstärkt praktizieren
  • Heranführen an andere Kulturen (Toleranzförderung)
  • thematische Projektarbeiten
  • Aneignen von individuellen Lernstrategien (Lerntypanalyse)
  • Gesprächsrunden
  • Vorbereitung auf Übergang in Sekundarstufe I durch Lernstandsanalyse (Vergleichsarbeiten)

3.3 Deutsch
  • Freude am richtigen Gebrauch der Muttersprache
  • starke Binnendifferenzierung orientiert an für Schülerinnen und Schüler relevanten Unterrichtsthemen
  • Erlernen der Darstellungsarten (Vergleich, Interpretation, Analyse,…)
  • Besuch von ausgewählten Kino- und Theaterveranstaltungen
  • Einbeziehung des Schülertheaters/ Aufführung beim Schulfest
  • in Klasse 9/ 10 erarbeiten eines Lebenslaufes/ einer Bewerbung
  • Heranführen an das Erarbeiten von Komplexarbeiten (Jahresarbeit)
  • Erlernen sprachlicher Selbst- und Fremdeinschätzungen

3.4  Fremdsprachen
  • Befähigung zum sprachlich- kommunikativen Handeln
  • Gruppenarbeit, Lernen an Stationen
  • Förderung von leistungsstarken Schülerinnen und Schüler (Leitung von Arbeitsgruppen usw.)
  • selbstständiges Lernen, Anwenden differenzierter Arbeitstechniken
  • Nutzen von Sprachprogrammen
  • Präsentation sprachlicher und musikalischer Fähigkeiten beim Schulfest
  • Sprachreisen

3.5  Naturwissenschaften
  • Interesse an Auseinandersetzung mit Phänomenen aus Natur und Technik wecken bzw. fördern
  • partnerschaftliches Zusammenarbeiten und Auswerten von Experimenten, fachbezogenes Argumentieren üben
  • leistungsdifferenzierte Aufgabenstellung (praxisnah und anschaulich)
  • Einsatz moderner Medien beim Erarbeiten und Halten von Vorträgen
  • Anwenden von Lernprogrammen
  • Kennenlernen naturwissenschaftlicher Erkenntnismethoden (Beobachten, Beschreiben, Experimentieren, Analysieren)
  • Fächerübergreifendes Arbeiten (Vorträge, geschichtliche Hintergründe usw.)
  • berufsorientierte Komplexaufgaben (Kl. 9/ 10)
  • Besuch des DESY- Labors
  • Teilnahme an Wettbewerben (Känguru, Mathematikolympiade, Physikolympiade)

3.6   Gesellschaftswissenschaften
  • geschichtliche Entwicklung Deutschlands im Zusammenhang mit der Entwicklung Europas
  • Entwickeln von Demokratieverständnis
  • Analysieren und Hinterfragen aktueller politischer Ereignis Im Rahmen des LER- Unterrichtes u.a.
  • Kennenlernen fremder Kulturen und Religionen (Besuch einer Moschee in Berlin, Projekt „Weihnachten in Europa“, Besichtigung einer Kirche usw.)
  • Suchtprävention (Gespräch mit Betroffenen)
  • geschlechtspezifische Arbeit (u.a. Mädchenwochenende)
  • Gesundheits- und Sexualerziehung
  • Anti- Gewalt-Training (Kl.7)
  • Bewerbertraining (Kl. 9)

3.7  Wahlpflichtbereich
  • interessenbezogenes, fächerübergreifendes Wissen wird lebensnah und praxisorientiert vermittelt
  • gegenseitige Hilfe, Akzeptanz und Rücksichtsnahme durch heterogene Lerngruppen entwickelt
  • Umgang mit verschiedensten Medien (Lexika, Internet, Zeitung usw.)
  • Arbeit mit Modellen
  • Veröffentlichen von Schülerarbeiten

3.8   Wirtschaft- Arbeit- Technik
  • lebensnahe und zukunftsorientierte Inhalte (Wirtschaftskreislauf, Umgang mit Geld, Verträge schließen usw.)
  • Berufsvorbereitung durch Betriebspraktika (Kl. 9 und 10)
  • Bewerbertraining, Nutzen des Internet (Berufsportale)
  • Besuch des BIZ , der Zukunftsbörse
  • Trainieren von Vorstellungsgesprächen
  • Projekt Bewerbertraining
  • Projekttag (Kl. 10): ortsansässige Betriebe stellen ihr Tätigkeitsfeld vor und ihre Anforderungen an zukünftige Lehrlinge

3.9  Musisch- ästhetischer Bereich
  • Freude am kreativen Gestalten erhalten und fördern
  • Erlernen verschiedenster Gestaltungstechniken
  • Grundlagen der Notenlehre beherrschen
  • Kennen und Tolerieren verschiedener Stilrichtungen
  • Ausstellen von Schülerarbeiten in der Schule, im Ort und Nachbargemeinden
  • Ausgestaltung des Schulhauses
  • Gestalten von Plakaten, Einladungen usw. für das Schulfest
  • Teilnahme an regionalen Wettbewerben
  • musikalische Beiträge zum Schulfest

3.10 Sport
  • Freude am Bewegen erhalten und fördern
  • Sport als Beitrag zur Gesundheitserziehung
  • Kennen der wichtigsten Mannschaftsregeln
  • Einhalten von Regeln trainieren, Toleranz üben und Akzeptanz
  • 2 mal im Schuljahr Schulsportfeste durchführen
  • Teilnahme an regionalen Wettkämpfen
  • Sport- AG

4. Schwerpunkte zur Gestaltung des gemeinsamen Unterrichts
Eines der wesentlichsten Ziele für Schüler und Eltern ist das Erreichen eines bestmöglichen Schulabschlusses unter Berücksichtigung der Fähigkeiten und Fertigkeiten jedes Einzelnen. Diese Zielsetzung unterstützen wir allseitig. Das bedeutet für uns auch, dass wir Kindern und Jugendlichen mit körperlichen, geistigen oder emotionalen Einschränkungen das Lernen in ihren Altersgruppen ermöglichen.

 

Unsere Schule hat in den letzten Jahren erfolgreiche Erfahrungen mit der Integration gemacht. Dies bezieht auch die Re- Integration von Schulverweigerern mit ein. Für den Unterricht selber bedeutet es, dass eine differenziertere und flexiblere Planung als in anderen Regelklassen nötig ist. Integrationsschüler werden sowohl qualitativ als auch quantitativ mit angemessenen Aufgaben bedacht, der Praxisteil ihrer Lernarbeit ausgeweitet. Im Vordergrund steht auch die Förderung der Leistungsbereitschaft, um einen regelmäßigen Schulbesuch zu garantieren. Dies geschieht z.B. durch:
 
  • Arbeit mit Verstärkern
  • Wechsel der Unterrichtsformen
  • regelmäßige Auswertungsgespräche
  • verbale Belobigungen
  • Schülervereinbarungen
  • Steigerung der Wahrnehmung
  • Einsatz verschiedener Unterrichtsmittel (auch Computer)

Neben der Lernarbeit ist uns auch das Freizeitverhalten der Schüler wichtig. Wir arbeiten eng mit der Gemeinde und anderen außerschulischen Interessengemeinschaften zusammen. Dadurch nutzen die Jugendlichen zunehmend sportliche und kulturelle Möglichkeiten im Ort und der näheren Umgebung. Sie lernen, sich an der Vorbereitung und Durchführung von Festen zu beteiligen und entwickeln zunehmend eigene Projektideen.

5. Schwerpunkte unserer Erziehungsarbeit
Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass sich die Folgen einer veränderten Lebenswelt der Heranwachsenden an Oberschulen auswirken. Besonders die Reizüberflutung durch Medien, instabile familiäre Lebensformen, sinkendes Lern- und Leistungsniveau sowie soziale Orientierungsprobleme stellen erhöhte Anforderungen an die pädagogische Arbeit der Schule. Diese Vielzahl neuer Probleme verlangt eine verstärkte Schwerpunktsetzung auf die Erziehung unserer Schüler. Im Schuljahr 2007/ 2008 werden wir deshalb weiter an der Umsetzung des Leitbildes unserer Schule „Faustlos“ arbeiten.

Schwerpunkte im Unterricht und in der Erziehung an unserer Schule sind es, die Freude am Lernen zu erhalten, sozial- emotionale Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken und gegenseitige Akzeptanz und Toleranz zu fördern. Mit Beginn der 1. Klasse lernen die Kinder im Projekt „Faustlos“ Gewaltlosigkeit als ein wichtiges Grundprinzip im Umgang miteinander kennen. Das gemeinsame Lernen von Grund- und Oberschülern bietet allen gleichermaßen die Chance sich gegenseitig zu helfen und Toleranz zu üben. Ältere Schüler sind Vorbilder und übernehmen Verantwortung durch partnerschaftliche Begleitung unserer Jüngsten.

Wir betrachten die Bildung und Erziehung stets als Einheit. Die beste Motivation ist dabei eine offene und freundliche Lernatmosphäre. Vielfältige Organisationsformen im Unterricht werden entwickelt und umgesetzt, z.B. Wochenplanarbeit, Projektarbeit, Partner- und Gruppenarbeit. Im gemeinsamen Unterricht erreichen wir durch individuelle Arbeitsmethoden und Förderpläne sowie den Zweitlehrereinsatz eine optimierte Entwicklung aller Schülerinnen und Schüler. Sie lernen dabei zunehmend Verantwortung für sich, für andere und für ihre Lernwelt zu übernehmen, Regeln für den Umgang miteinander einzuhalten und weiter zu entwickeln (Hausordnung, Schülerverträge, Klassenregeln usw.)

 

Neben der Gewaltprävention in allen Klassenstufen als Bestandteil des Unterrichts und der außerunterrichtlichen Arbeit verstehen wir uns auch als weltoffene Schule, die kulturelle Vielfalt nahe bringt und rechter Propaganda keine Chance gibt. Bei dieser Bildungs- und Erziehungsarbeit nutzen wir die Unterstützung der Schulsozialarbeit an unserer Schule. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Suchtprävention als gemeinsame Aufgabe für alle an der Erziehung Beteiligten.

6. Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit Schülern und Eltern in der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsarbeit

Im Interesse einer optimalen Bildung und Erziehung unserer Schüler arbeiten wir kontinuierlich mit den Eltern von der Primarstufe bis zum Abschluss der Sekundarstufe I zusammen. Grundlage bilden dabei die offiziellen Gremien, wie z.B. die Schulkonferenz und  die Elternkonferenz sowie das Engagement der Elternvertreter in den einzelnen Klassen. So ist es üblich, dass im Vorfeld der Einschulung und des Übergangs in die Sekundarstufe I (Kl.7)

Elternversammlungen durchgeführt werden, bei denen sich alle Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule vorstellen. Um den zukünftigen Erst- und Siebentklässlern einen Einblick in unsere Schule zu ermöglichen bzw. die Schulwahl zu erleichtern, finden traditionsgemäß die sogenannten „Schnuppertage“ für die umliegenden Kindertagesstätten und Grundschulen statt.


Positive Erfahrungen sammelten wir mit der Kennenlernwoche in der Klasse 7, die den Schülern einen sanften Einstieg in die neue Schulstufe ermöglicht. Durch viele gemeinsame Aktivitäten, auch außerhalb des Klassenraumes, wird ein angenehmes und produktives Klima in der neuen Klasse geschaffen. Einer der Höhepunkte ist ein gemeinsamer Grillabend mit Schülern, Eltern und allen Fachlehrern der Klasse.


Ein geschlossenes Auftreten des Kollegiums bei Einschulungen und Zeugnisfeiern in der Klasse 6 und 10 ist an unsere Schule üblich und selbstverständlich. Im Laufe jedes Schuljahres werden in allen Klassen regelmäßig Elternversammlungen und zahlreiche Elterngespräche durchgeführt. Zusätzlich erhalten die Eltern regelmäßig schriftliche Informationen über den Leistungsstand ihrer Kinder.


Im außerschulischen Bereich unterstützen uns die Eltern bei der Vorbereitung und Durchführung von Projekten der einzelnen Klassen, Schulprojekten (z.B. Hoffest, Weihnachtsmarkt, Ausstellungen), Wandertagen und bei Klassenfahrten. Des weiteren sind uns Eltern eine Stütze bei Arbeitseinsätzen (z. B. Sportplatzgestaltung) zur Verschönerung der Schule und ihres Umfeldes.

7. Rahmenbedingungen, Ziele und Inhalte der Zusammenarbeit mit außerschulischen Kooperationspartnern
Um den Erlebnis- und Erfahrungsbereich unserer Schüler zu erweitern wollen wir einerseits die vorhandenen Kooperationsverträge aktivieren bzw. verlängern und andererseits neue Verträge schließen.
Beispielsweise bestehen folgende Verträge:

 

      1. Schülertheater (Frau Mittwoch)
      2. Mittelbrandenburgische Sparkasse
      3. Niederlausitzer Musik- und Kunstschule
      4. Johanniter Unfallhilfe
      5. ortsansässige Polizeidienststelle (Vertrag mit der Projektklasse besteht

          und soll erweitert werden)     
      6. Verträge mit ortsansässigen Betrieben überprüfen und erweitern

          Neue Verträge sollen mit folgenden Einrichtungen abgeschlossen werden;
      7. Feuerwehr Groß Köris/ Klein Köris
      8. Partnerschaft mit einer Real- oder Oberschule in Bayern/ Schleswig-

          Holstein oder Saarland und einer Schule in Polen        

  • Internetrecherche/ Anschreiben von Schulämtern
  • Erweiterung der eigenen Homepage und Logo im Hinblick auf regionale Besonderheiten und mögliche gemeinsame Projekte (gemeinsame Besuche, Klassenaustausch, Wanderfahrten)

      9. Grundschule Bestensee

  • Kontaktaufnahme zum Lehrerkollegium mit dem Ziel, die Zusammenarbeit im beiderseitigen Interesse zu gestalten (sportliche Wettkämpfe, kulturelle Veranstaltungen und „Köriser Schnuppertage in Bestensee“

      10.Grundschule Halbe (analog Bestensee)
      11.Kooperation mit den Kindertagesstätten der angrenzenden Gemeinden  

          (gemeinsames Basteln für die Höhepunkte im Jahr, sportliche Aktivitäten)
      12.Oberschule Goyatz
      13.Oberschule Schönefeld

8. Grundlagen der Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung erfolgt auf Grundlage der derzeitigen VV „Leistungsbewertung“. Zu Beginn eines jeden Schuljahres werden in den Fachkonferenzen der jeweiligen Fachgruppen die Kriterien detailliert festgelegt. Besondere Beachtung finden dabei die spezifischen inneren und äußeren Bedingungen (Schülerklientel, neue Lehrplananforderungen, Klassenzusammensetzungen, u.a.). Inhalt der einzelnen Fachkonferenzbeschlüsse zur Leistungsbewertung umfassen sowohl prozentuale Aufgliederungen der schriftlichen und mündlichen Leistungen als auch die Leistungsdifferenzierungen. Das betrifft den Oberschul- und den Grundschulbereich. Besondere Beachtung findet die Bewertung der Integrationsschüler nach den gültigen Förderrichtlinien und den individuellen Förderplänen.


Die Fachkonferenzen legen weiterhin eine Ausgewogenheit in den Bewertungskriterien im Unterricht zwischen den verschiedenen Leistungsanforderungen (mündlich, schriftlich, Hausaufgaben, Arbeitsverhalten, künstlerisch-gestalterisch) fest. Über die Vergabe und Bedeutung von Teilnoten wird in den Fachkonferenzen entschieden. Am Ende eines Bewertungszeitraumes muss eine für Eltern, Schüler und Lehrer nachvollziehbare Bewertung in jedem Unterrichtsfach ersichtlich sein. So ist auch eine frühzeitige Erkennung von Lernschwächen, Lernzielverfehlung aber auch die Förderung von positiven Leistungsveränderungen und ein damit verbundener Lerngruppenwechsel möglich. Die Eltern sind über den Leistungsstand ihrer Kinder kontinuierlich zu informieren. Die Leistungsbewertung erfolgt auch, insbesondere bei Vergleichsarbeiten, in Abstimmung mit Partnerschulen. Für die Bewertung der erbrachten Leistungen innerhalb des Schulprojektes gelten besondere Festlegungen.

9. Evaluierungskriterien zur schulbezogenen und schulübergreifenden Qualitätsmessung
Als handhabbare Instrumente und Kriterien zur Qualitätsmessung ziehen wir folgende Möglichkeiten in Betracht:

  • jährliche Befragung von Schülern durch Umfragen zur Arbeitsatmosphäre, zum Schulklima u.ä.
  • Nachweise erfassen über Elternversammlungen (Protokolle)
  • Erfassen der Schülerabschlüsse
  • Auswertung von Vergleichsarbeiten, Prüfungen, Lernstandsanalysen und Klassenvergleichen vor der Lehrerkonferenz und anderen Gremien der Schule
  • regelmäßige Auswertung mit Schulsozialarbeiterin ( Konfliktbewältigung, Gewaltprävention usw.)
  • öffentliche Auswertung von Kursfahrten, Kooperationsverträgen
  • Erfassen der erfolgreichen Reintegration von Schulverweigerern
  • Ständige Erfassung und Auswertung des Entwicklungsstandes der einzelnen Schülerinnen und Schüler im Schulprojekt
  • Hospitationen der Schulleitung
  • Hospitationen der Fachkonferenzen


Auf Grundlage der erreichten Ergebnisse wird das Schulprogramm mit seinen Zielen und Inhalten ständig kontrolliert, erweitert und gegebenenfalls  verändert. Dabei werden alle Mitwirkungsgremien in die Arbeit einbezogen.

Wie wollen wir unsere Schule weiterentwickeln? 
Zusammenfassung der Arbeitsstandpunkte (ungeordnet)

  • durch Freude am  Lernen  und Lehren zu Leistung, Gemeinschaftssinn und Verantwortung erziehen
  • in einem demokratischen Prozess entwickelte Regeln unserer Schule (Hausordnung, Pausenordnung usw.)
  • unsere eigene Professionalität  weiterentwickeln (in der Unterrichtsarbeit, in der Zusammenarbeit mit den Eltern und den Gremien usw.)
  • Schulführung und Schulmanagement
  • Kollegialität als Leitungsprinzip
  • Schulentwicklung, Schulqualitätsentwicklung in Zusammenarbeit von  Schulleitung, LehrerInnen, Schülern und Eltern gestalten  
  • Einbeziehung der Mitwirkungsgremien unter Einhaltung der entsprechenden Rechtsvorschriften
  • Schulleitung bemüht sich um größtmögliche Kontinuität in der Personalstruktur der Schule
  • Wertschätzung der Arbeit des Kollegiums als Grundprinzip
  • notwendige Kritik als Weiterentwicklungschance begreifbar machen
  • Schul- und Klassenklima (Regeln für den Umgang miteinander einhalten und weiterentwickeln – Hausordnung – Schülerverträge – Klassenregeln usw.)
  • Außenbeziehungen fortführen und erweitern (insbesondere im Bereich des Praxislernens und der Arbeit des Schulprojektes „Abweichende Organisa-tionsform“)
  • Unterrichtsergebnisse und Unterrichtsprozesse analysieren und nach neuen Wegen suchen ( z. B. schulinterne Lehrpläne fortschreiben, Fachkonferenz- Arbeit, Analyse von Prüfungsergebnissen und Vergleichsarbeiten
  • Gemeinsamer Unterricht – Arbeitsmethoden –pädagogische Anforderungen-Förderpläne – Einzelunterricht – Kleingruppenunterricht - Zweitlehrereinsatz
  • Förderunterricht für alle (schwächere fördern , Begabungen fordern u. fördern)
  • Schulprojekt  für schulverweigernde  Kinder und Jugendliche weiterentwickeln
  • Kooperationsbeziehungen zum Kinder- und Jugenddorf Groß Köris Rankenheim ausbauen
  • Kooperationsbeziehungen zur Polizei/Bundespolizei noch stärker in den Schulalltag integrieren
  • Kooperationsbeziehungen zur Mittelbrandenburgischen Sparkasse Potsdam stärker für den Unterricht nutzen
  • Zusammenarbeit mit den Gremien der Schüler und Eltern im Rahmen der täglichen Unterrichtsarbeit, der Arbeit der Klassenkonferenzen, der Schü- lerkonferenz, der Elternkonferenz und der Schulkonferenz
  • die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger weiterentwickeln und die Schule weiterhin in die Gestaltung des Lebens in der Gemeinde integrieren
  • Möglichkeiten der  Schulsozialarbeit an unserer Schule  für alle Bereiche unserer Arbeit nutzbar machen (z. B. Arbeit mit emotional gestörten SchülerInnen usw.)
  • Zusammenarbeit mit den Jugendämtern fortführen und intensivieren (insbesondere im Rahmen der Arbeit des Schulprojekts)
  • Bildung und Erziehung als Einheit betrachten
  • „Die Schule im Dorf lassen!“ – für den Erhalt der Grundschule kämpfen wohnortnahe Beschulung für die Grundschüler sichern
  • Grundschule und Sek I als große Chance begreifen (zusammen leben und zusammen lernen, sich helfen, Toleranz üben usw.)
  • Grundschule wieder voll ausbauen (bis Schuljahr 2009/20109 dann Jahrgangsstufen 1-6 wieder aufgebaut (einzügig)
  • Lernstandsanalysen in Klassenstufe 1 und 2 individuelle Lernpläne
  • Vergleichsarbeiten in der Grundschule (Kooperation mit Grundschule Halbe und Grundschule Teupitz)
  • Lesenacht in Klasse 2 – Lesefreude fördern und entwickeln (in Zusammen-arbeit mit den Eltern und der Jugendherberge Klein Köris)
  • Projekt „Faustlos“ weiterentwickeln
  • Verkehrserziehung in der Grundschule (Fahrradausbildung, Zusammenarbeit mit der Polizei)
  • Heranführung an die Arbeitswelt als immanenter Bestandteil des Unterrichts (vor allem in den Jahrgangsstufen 8-10)
  • Erlernen von Methoden zur Konfliktbewältigung (Bestandteil der Kennenlernwoche – Basis für weitere Arbeit in Jahrgangsstufe 7 und darüber hinaus)
  • Weiterentwicklung der Medienkompetenz der Grundschüler entsprechendihres Schulalters

 - 4 -

  • Entwicklung und Umsetzung vielfältiger Organisationsformen im Unterricht der Grundschule (Wochenplanarbeit, Projektarbeit, Partner- und Gruppen-arbeit, Stationslernen)
  • offene und freundliche Lernatmosphäre als Motivation für die GrundschülerInnen
  • Schüler und Schülerinnen sollen Verantwortung für sich, für andere und für ihre Umwelt übernehmen.
  • Rolle des Fördervereins unserer Schule – Analyse der Zusammenarbeit und Überlegungen für die zukünftige Arbeit
  • Zusammenarbeit mit den Vereinen/Institutionen unserer Region (z. B. Sportvereine,  Feuerwehr ) und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für die Unterrichtsarbeit und die Außenwirkung der Schule
  • Schülerbetriebspraktika in den Jahrgangsstufen 9 und 10
  • Austausch über den Zusammenhang zwischen schulischen Leistungen und betrieblichen Anforderungen
  • Beitrag zur Berufsorientierung und zur Berufsfindung
  • Beitrag zur Gestaltung eines lebensnahen Unterrichts
  • Beitrag zur Erweiterung des Erfahrungsbereichs der LehrerInnen im Rahmen der Betreuung
  • Schülerverträge – als Verschriftlichung der Grundanforderungen für den schulischen Alltag
  • Lernstrategien in den einzelnen Klassenstufen analysieren und weiterentwickeln

Schule gegen Gewalt!
  • Gewaltprävention – in allen Klassenstufen als immanenter Bestandteil des Unterrichts und der außerunterrichtlichen Arbeit

 

Schule gegen Rechts!
 Keine Chance für rechte Propaganda zulassen, „Thor

Steinar“ und andere Marken (z.B. „Lonsdale“) in der Schule nicht dulden
im Konsens zwischen Schülern Eltern und Lehrern (in der Hausordnung verankert)


- 5 -

Weltoffene Schule!

 Wir wollen:

  • kulturelle Vielfalt
  • Offenheit und Toleranz gegenüber   Fremdem und Neuem, gegenüber anderen Haltungen und Meinungen, gegenüber anderen Religionen und Kulturen 
  • Schule gegen Drogen (im weitesten Sinne)!
  • Suchtprävention als gemeinsame Aufgabe aller an Erziehung Beteiligten
  • geistiger Abhängigkeit vorbeugen (Computersucht, Fernsehsucht u.a.)
  • Schule für ein Leben mit  Kunst und Kultur!
  • alle Möglichkeiten des Unterrichts nutzen, Kunst und Kultur als wichtigen Bestandteil unseres Lebens zu begreifen
  • Kreativität der SchülerInnen fordern und fördern (z.B. AG’s, Schülertheater, Schülerzeitung Zusammenarbeit mit der Musikschule Luckau, Ausstellungen auf kommunaler Ebene und im Schulamt usw.)

Schule für gemeinsames Lernen:

  • Wir verstehen den gemeinsamen Unterricht als selbstverständliches Prinzip unserer Arbeit. Lernbehinderte, emotional gestörte, verhaltensauffällige Schülerinnen lernen in Regelklassen gemeinsam mit allen anderen SchülerInnen     
  • In unserem Schulprojekt geben wir SchülerInnen die Möglichkeit, sich wieder an den Regelunterricht heranführen zu lassen. (siehe Projekt- beschreibung)
  • Zusammenarbeit mit der „Denkwerkstatt Halbe“ weiterführen und zur Friedenserziehung und zur Erziehung zum demokratischen Denken und Handeln nutzen

Kennenlernwoche für Klasse 7

  • sanfter Einstieg in die neue Schulstufe (in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin, allen LehrerInnen und den Eltern und dem Jugendklub in Groß Köris    
  • Wechsel von Unterricht und anderen Aktivitäten ( z. B. gemeinsame Sport- Spiele, Anti-Gewalt-Training, gemeinsamer Grillabend mit Schülern,Eltern und Lehrern
  • Ermittlung des Leistungsniveaus der einzelnen SchülerInnen in den Fächern Deutsch und Mathematik als Basis für die weitere Unterrichtsarbeit
  • Schaffung eines angenehmen und produktiven Klimas in der Klasse

- 6 -

  • Schulgestaltung (Gestaltung der Flure, Klassenräume und des Außenbe-reichs)als Zeichen eines guten Schulklimas und als Mittel zur weiterenEntwicklung der Außenwirkung unserer Schule
  • Demokratie in der Schule – nicht nur als eine Aufgabe des Faches Politische Bildung begreifen, sondern in allen Bereichen der Arbeit die Möglichkeiten zur Demokratieerziehung nutzen 
  • Förderung von Begabungen stärker ins Blickfeld rücken (Aufgabenstellung für alle Unterrichtsfächer- GS und Sek. I)
  • Gesundheitserziehung an unserer Schule (Erfahrungen, Entwicklungs-möglichkeiten), Strategien gegen das Rauchen entwickeln
  • Schulfahrten und Projektwoche – als wichtiger Beitrag für einen lebensnah gestalteten  Unterricht
  • Weiterentwicklung der Medienkompetenz (z. B. Computerführerschein usw.)
  • Entwicklung und Umsetzung vielfältiger Organisationsformen im Unterricht der Sek. I  (Projektarbeit, Partner- und Gruppenarbeit, Stationslernen)
  • Fortbildung für alle KollegInnen als Notwendigkeit zur weiteren qualitativen Verbesserung unserer Arbeit
  1.  individuelle Fortbildung (z. B. LISUM)
  2.  Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen der Fachkonferenzen
  3.  Schulinterne Fortbildungen (Fortführung unserer 10-jährigen Traditionen
  •  Teilnahme an Wettbewerben und Vergleichen in verschiedenen Fächern z.B. Sport, Mathematik,  Deutsch (schulintern)   und  Kunst  (z.B. „GANS schön schlau“)